
Paris, Belleville 2012 – Photo: Tat à L’oeil

Potsdamer-Platz, Berlin 2011 – Photo: Laura Colomé
Die Diskussion, ob Streetart, Graffiti und was Berlins Wände sonst noch so zeigen, auch immer gleich “Art” ist, kann man wohl bis zum Jüngsten Tag führen. Im Falle von Vermibus aber, verbietet es sich, die künstlerischen Fähigkeiten des in Berlin lebenden Spaniers in Frage zu stellen. Seine Kunst ist von der Idee über die Umsetzung bis hin zum Resultat von der Muse geküsst.
Vermibus “entführt” Werbeplakate aus Schaukästen in der Nähe von öffentlichen Plätzen, an denen eine Vielzahl von Menschen zusammentrifft, wie U-Bahn Stationen, Bushaltestellen oder Touristenattraktionen, transportiert sie in sein Studio und beginnt mit der Arbeit.
Was im folgenden geschieht, kann wohl am treffendsten mit “Anti-Malerei” beschrieben werden. Anstatt Farbe hinzuzufügen, nimmt er welche weg oder verwischt sie nach seinen Vorstellungen. Mithilfe von Lösemitteln, Benzin und Pinseln löst sich die Druckfarbe der ursprünglichen Fotografie und erlaubt es dem Künstler, damit zu malen. Aus der konkreten Fotografie wird ein surreales Gemälde, das ein wenig an Francis Bacon oder eine Mummie erinnert, ganz wie der Betrachter möchte. Ist das Werk vollendet, bringt es Vermibus zu seinem Ursprungsort zurück und beobachtet dann, wie die Passanten darauf reagieren.
Vermibus verleiht den makellosen, schönheitskonformen Werbekörpern damit eine ganz neue Präsenz und Einzigartigkeit. Auf seinem tumblr erhält jedes neue Werk regelmäßig Einzug, einige seiner Werke präsentiert die Open Walls Gallery. Auch die C/O Berlin zeigte bereits eine Auswahl seiner brillanten Kunst.

Vermibus intervention at C/O Berlin for the opening of Zeitlos schön – 100 Jahre Modefotografie von Man Ray bis Mario Testino -Photo: Thomas Von Wittich

Görlitzer Bahnhof, Berlin 2012 – Photo: Laura Colomé

Berlin 2011 – Photo: Laura Colomé
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